Eine berührende Begegnung

Mein (Freimaurer) Bruder R. K. berichtete vor Kurzem von seiner Begegnung mit einem älteren Mann. Mit Zuustimmung von Bruder R. K., möchte und darf ich seinen Beitrag gerne hier teilen.

Gestern hatte ich eine berührende Begegnung.

Mit meiner Frau und meinem Sohn waren wir in unserem Dorf spazieren. Unser Sohn war vergnügt und ist vor uns hergelaufen.
Ein alter Mann, der grade aus seiner Haustür trat, sprach ich an. Mit Blick auf unseren Sohn sagte er: „Wie bekommt man so was hin? Ich habe es in meinem Leben nicht geschafft. Ich habe immer gearbeitet, das erste Haus gebaut, umgezogen, das zweite Haus gebaut, immer nur Arbeit. Mit meinen Neffen habe ich keinen Kontakt, denn ich habe mir nie die Zeit genommen, eine Beziehung aufzubauen. Vor zwei Jahren ist meine Frau gestorben, jetzt bin ich alleine.“
Wir haben noch eine Zeitlang miteinander gesprochen, dann ging er seiner Wege.
Carpe Diem, meine Freunde. Vergesst bei allem was Ihr tut, die Liebe nicht.

In der Freimaurerei gibt es ein Symbol welches uns daran erinnert unsere Zeit mit Weisheit einzuteilen. Desweiteren gibt es auch Symbole, welche uns auf unsere Vergänglichkeit hinweisen, denn unsere Zeit, die wir auf Erden verbringen ist nur begrenzt.
Doch wie leicht es ist dies zu vergessen, kann man, denke ich, an dem Gespräch erkennen.

Lieber Bruder R. K. Ich danke Dir für diese Zeilen und dass Du meine heutige Planung über den Haufen geworfen hast.

Ich fahre also nun zu meiner Mama und danach zum Grab meines verstorbenen Papas. Beides überfällig.

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4 Kommentare zu “Eine berührende Begegnung

  1. Pingback: Eine berührende Begegnung | Masoneria357

  2. Warum sollte man sich ständig mit Symbolen an die eigene Vergänglichkeit erinnern? Sollte man die Zeit, die man hat, nicht lieber sinnvoll nutzen, statt ununterbrochen auf den Tod zu schielen?

    Das ist genauso sinnlos, wie der Weg vom rauen zum behauenen Stein. Die ganzen Ecken und Kanten machen unsere Individualität aus. Arm ist, wer sie abschlägt und sich anpasst. Arm ist auch, wer sich vorschreiben lässt, was er zu welchem Zeitpunkt wissen darf. Erleuchtung findet man nur in sich selbst, nicht in elitären Geheimbünden mit albernen Ritualen.

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    • Ich weiß nicht, wie es anderen Brüdern geht. Aber ich schiele nicht ununterbrochen nach dem Tod. Sich jedoch seiner eigenen Vergänglichkeit bewusst zu sein, sei es durch Symbole, Rituale etc. kann dazu führen, dass man seine Zeit sinnvoll nutzt und im Hier und Jetzt handelt.
      Beim Abschlagen der Ecken der Unvollkommenheit geht es nicht darum sich anzupassen oder seine eigene Individualität zu zerstören. Wenn Sie sich ein Gebäude anschauen werden Sie feststellen, dass nicht jeder Stein gleich ist und das man verschiedene Steine für den Bau benötigt.
      Erleuchtung findet man nur in sich selbst haben Sie geschrieben.
      Auch hier stimme ich Ihnen zu. Allerdings gibt es verschiedene Wege zur Erleuchtung oder Selbsterkenntnis. Ein Weg ist der durch Rituale und Symbole. Für Sie mögen Rituale albern sein für andere sind sie Halt in einer immer unüberschaubareren Welt.

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